Dem Schnee entweichen und auf festem Boden laufen. Hierzu müssen wir in tiefere Gebiete ausweichen nachdem es im südlichen Hochschwarzwald trotz Tauwetters noch enorme Restschneemengen gibt

Wir erreichen das indem wir heute nach Baden-Baden fahren und vom Waldparkplatz bei der CTS-Klinik auf 250 m. ü. d. M. starten.

Unser erstes „Höhenziel“ ist der Korbmattfelsen zu dem wir zunächst 160 Meter in den ersten 2,5 km aufsteigen müssen.

Der Weg beginnt steil und wir erreichen zunächst das Waldhaus Batschari. Diese wurde 1911 von August Batschari errichtet und wurde der Stadt Baden-Baden geschenkt. Batschari gründete 1834 die erste Zigarettenfabrik in Deutschland wo bis 1929 sehr große Mengen an Zigaretten hergestellt wurden.

Wie vom Waldhaus Batschari bietet sich auch vom Korbmattfelsen und dem gesamten Weg ein herrliches Panorama über Baden-Baden und die umliegenden Täler. Dies aber nicht für uns heute. Wir laufen in den Wolken ohne jegliche Sicht.

Unser Panoramaweg führt weiter, vorbei an der Wernerhütte – einer weiteren Schutzhütte an einem Aussichtspunkt – in Richtung Y-Burg. Kurz vor der Y-Burg biegen wir in den Felsenweg ab. Ein schmaler Pfad durch felsiges Gelände. Nicht anspruchsvoll aber schön.

Nach einem kurzen kräftigen Anstieg erreichen wir inkl. unser diverser „Innehaltepausen“ die YBurg. New-Age-Klänge begrüßen uns auf dem nebligen Burggelände und führen uns bis hin zur Gaststätte und einem Aussichtsturm.

Auf 150 x 30 Meter erstreckt sich das Gelände der YBurg, dessen genauen Ursprünge nicht bekannt sind. Urkundlich erwähnt wird sie das erste Mal um 1245 und wurde seither drei Mal teilweise zerstört und wieder aufgebaut.

Hofherr und Hofdame sind vom Corona-Lockdown wie alle Gastronomen stark betroffen und wir unterstützen ihr Notgeschäft dann doch wenigstens mit dem Kauf von Ingwer-Gewürztee, der uns mächtig einheizt.

Die 120 Stufen auf den 20 Meter hohen Aussichtsturm nehmen wir zur Enttäuschung von Kira (Kira möchte immer auf jeden Turm, ganz gleich wie eng die Treppenstufen sind) aufgrund der ohnehin nicht vorhandenen Sicht gar nicht erst in Angriff.

Nach einer halben Stunde des Genießens steigen wir im Anschluß den steilen und matschigen Weg gut 300 hinunter nach Varnhalt, einem Ortsteil von Baden-Baden. Ein kleiner und ruhiger Ort, umgeben von dem YBerg und Weinbergen.

Von privater Hand wurde in Varnhalt an einem ehemaligen Steinbruch ein Miniatur Schwarzwalddorf errichtet. Es ist mit Seilbahn, Eisenbahn und sonstigen Spielereien ausgestattet, ist aber über das Winterhalbjahr geschlossen. Einen kleinen Einblick konnten wir dennoch nehmen.

Unsere sehr abwechslungsreiche Runde geht nun weiter über die Weinberge. Vorbei an der – ebenfalls privat errichteten – Josefskapelle gelangen wir zu unserem tiefsten Punkt für heute an vier Fischweihern am Grünbach auf 220 Metern.

11 km liegen bislang hinter uns und wir gehen die nächsten 3,5 bis auf den 300 Meter höher gelegenen Fremersberg mit Tempo an. Insbesondere die letzten 100 Höhenmeter gehen auf dem rutschigen Weg mit gut 25 % Steigung gut in die Schenkelmuskulatur.

Wieder im Nebel angekommen machen wir auf dem Fremersberg zur Verwunderung anderer Wanderer ein schönes Picknick. Zur Verwunderung deshalb, weil bei dieser Witterung die wenigsten solch Vorhaben umsetzen. Aber wir haben geplant und sind schließlich vorbereitet. Selbst für ein kleines wärmendes Feuer haben wir gesorgt.

So halten wir es für eine Stunde dort oben aus und marschieren die letzten 3 km wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt wo wir 6 Stunden / 18km / 715 Höhenmeter seit dem Start wieder ankommen.

Fazit: Eine sehr schöne Runde mit aussichtsreichen Wegen, nahezu keinem Asphalt, vielen schmalen Pfaden, ein paar kräftige An- und Abstiege und sehr viel Abwechslung. Lediglich die Aussichten konnten wir dieses Mal nicht genießen. Aber vielleicht wiederholen wir die Runde bei günstigerer Witterung nochmals.

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Gesamtstrecke: 18.22 km
Maximale Höhe: 540 m
Minimale Höhe: 194 m
Gesamtzeit: 06:13:52

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