Der westlichste Gipfel mit über 1000 Metern Höhe gelegene Berg Blauen (nach eigenen Recherchen zumindest) soll heute unser Ziel sein. Direkt an der Grenze zur Rheinebene zählt er mit seinen 1165 Metern als Hausberg des Markgräflerlands. Durch seinen 95 Meter hohen Sendeturm mit seinem blauen Ring ist der Gipfel weithin sichtbar.

Auf dem Parkplatz des Tennisparks Badenweiler stellen wir unser Fahrzeug ab. (Hier befinden sich auch noch Wohnmobilparkplätze). So können wir ohne erst durch Wohngebiete laufen zu müssen direkt in den Wald starten und sind kurz danach beim Aussichtspunkt Sophienruhe. Von hier aus haben wir einen schönen über das Rheintal zu den Vogesen. Auch die Burg Baden entdecken wir hierbei. Diese wollten wir anschließend noch besuchen – das kommt aber erst ganz zum Schluss an die Reihe.

Auf schmalen Pfaden gehen wir weiter nach oben. Eine durchaus angenehme Steigung im schattigen Wald. Vorbei an interessanten Fels- und Steinformationen kommen wir schon bald zur nächsten Hütte. Denn diese stehen eine nach der anderen. „Alter Mann“, „Prinzensitzhütte“, „Belchenblick“. Kurz darauf der Aussichtspunkt auf dem Wänkerfels. Interessant, abwechslungsreich und immer wieder mit kurzen schönen Ausblicken.

Dann haben wir den höchsten Punkt nach knapp 8 Kilometern schon erreicht und lassen uns neben dem Aussichtsturm des Schwarzwaldvereins auf dem Hohenblauen nieder. Vom Aufstieg weder erschöpft noch müde lassen wir es uns bei einem kleinen Vesper, einer Brühe und einem Gipfelschnaps gutgehen.

Auf dem Blauen sitzen wir in den über den Gipfel ziehenden Wolken. Ein bunter Mix aus Feuchte und Sonne – aber nicht kalt. Der Fernsehturm keine 100 Meter von uns entfernt schwenkt zwischen sichtbar und unsichtbar oder nur teilweise sichtbar. Ein schönes Schauspiel. Einzig die bei schönem Wetter gegebene Fernsicht zu den Schweizer Alpen bleibt uns verborgen.

Auf dem Gipfel hat es deutlich mehr Menschen. Aber es ist nicht überlaufen (das Restaurant hatte ja schließlich wegen Umbau geschlossen). Nach fast einer Stunde Genuß machen wir uns an den Abstieg. Ähnlich steil wie der Aufstieg ist der Abstieg. Aber mit weniger „Highlights“.

Fehlende Highlights oder nicht die schmalen Pfade. Für Kira war die Seite des Abstieges sicherlich mindestens so interessant. Denn zahlreiche Bäche, die nach viel Regen in den Wochen davor auch zu dieser Jahreszeit noch Wasser führten, lockten Kira immer wieder. Unzählige erfolgreiche Versuche einer kurzen Erfrischung, auch wenn diese zumeist nur bis zum Bauch reichten.

Nach ähnlicher Wegstrecke wie die des Aufstiegs befinden wir uns zunächst wieder am Fuße des Berges, den wir aber nicht mehr sehen können. Auf einem ganz kurzen Stück als wir den Berg „Beim alten Schloß“ umrunden, bekommen wir dennoch den Blick nach oben von wo wir abgestiegen sind.

Kurz vor dem Ende der Runde nochmals eine Hütte. „Fürstenfreudehütte“. Und dann nochmals einen Blick auf die Burg Baden und schon sind unsere knapp 20 km vorbei.

Eine kurze Suche nach einem geeigneten Parkplatz um die genannte Burg zu besichtigen ist schnell gefunden. Das auf dem Hinweisschild der Name einer anderen Burg steht bemerken wir nicht und machen uns auf den Weg. Nach 20 Minuten (nicht 35 Minuten, wie auf der Tafel angegeben) stehen wir bei der Burg. Schön und ruhig liegt sie da. Aber irgendetwas irritiert uns an der Aussicht. Irgendwie sah die von der anderen Seite während der Wanderung anders aus. Ein genauer Blick auf die Karte zeigt uns die Lösung: Es ist gar nicht die Burg Baden sondern die Burgruine Neuenfels. Erst jetzt fällt uns auf, dass das ja auch so angeschrieben war.

Ganz egal, schön und lohnenswert war auch diese Ruine. Zum Tagesabschluss für alle drei noch für volle Bäuche sorgen und dann geht es schon wieder zurück nach Hause. Eine sehr schöne und abwechslungsreiche Wanderung.

Gesamtstrecke: 20.4 km
Maximale Höhe: 1126 m
Minimale Höhe: 396 m
Gesamtzeit: 06:19:41


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